Glücklicher Sieg in Hammelburg

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Mit einem glücklichen 3:2-Erfolg (-20, 22, 23, -19, 13) beim letztjährigen Bayernliga-Meister beendet das Regionalliga-Team des VfL die Hinrunde in der dritthöchsten Spielklasse und hat nun wieder Anschluss gefunden an das breit gefächerte Mittelfeld der Liga.

Die Begegnung in der neu renovierten Saaletal-Halle konnte allerdings zu keinem Zeitpunkt an das Niveau des letzten Aufeinandertreffens von Hammelburg und Nürnberg anknüpfen, war jedoch am Ende ähnlich dramatisch.

Im ersten Satz kam der VfL überhaupt nicht ins Spiel. Hammelburg spulte gut eingestellt von Trainer Frank Otter routiniert sein Pensum herunter und hatte dabei in den zahlreichen Dankeballsituationen eine 100-Prozent-Quote mit schnellem Spiel über die Mitte. Zu Beginn des zweiten Satzes das gleiche Bild. Die Gastgeber gaben den Takt vor, der VfL reagierte nur und lag schnell wieder deutlich im Hintertreffen. Beim Stande von 17:21 schien auch dieser Durchgang schon sichere Beute des Otter-Teams zu sein ehe ein Doppelwechsel nochmal neue Impulse ins Nürnberger Spiel brachte. Plötzlich erwachte der VfL und bekam allmählich die Feldabwehr besser in den Griff. Zum selben Zeitpunkt ließen die Gastgeber etwas nach und Nürnberg gewann den Satz zu diesem Zeitpunkt etwas überraschend noch mit 25:22.

Otter stellte seinerseits um und versuchte mit seiner besten Angreiferin auf der Diagonalposition zu entscheidend zu punkten, was zu Beginn auch eindrucksvoll gelang. Hammelburg erwischte den deutlich besseren Start und lag schnell wieder in Front. Eine gelbe Karte für Nürnbergs Trainer Markus Hartinger, der mit einigen Schiedsrichterentscheidungen nicht einverstanden war führte zum 4:11. Dies schien allerdings eine Initialzündung für den VfL zu sein, der es fortan verstand, seinen Kampfgeist in die Waagschale zu werfen und jeden Punkt leidenschaftlich erarbeitete. Bedingt durch ein deutlich verbessertes Aufschlagspiel war der Nürnberger Defensivverbund deutlich stabiler als in den vorangegangenen Sätzen und somit die Grundlage für den 25:23-Satzgewinn. Ein nochmaliger Wechsel auf Hammelburgs Zuspielerposition war der entscheidende Impuls für den vierten Satz, in dem die Gastgeber keine Zweifel daran aufkommen ließen, das Spiel noch gewinnen zu wollen und Nürnberg keine Chance ließ (19:25)!

Nach anfänglichem Rückstand wechselten die Spielerinnen bei einer 8:6-Führung des VfL letztmalig die Seiten und Nürnberg steuerte durch konsequentes Spiel auf den ersten Fünfsatz-Erfolg zu (12:7). Eine starke Abwehraktion der Gastgeber und der anschließende Punktgewinn ließ das Nürnberger Lage sich wieder an die Partie in Marktoffingen erinnern, als ähnliches letztendlich zum Spielverlust führte. Christin Heim machte nun jeden Ball auf Hammelburger Seite zu Gold. Plötzlich stand es 13:13, der Verlauf des Satzes war nun exakt so wie im Februar dieses Jahres. Doch diesmal war das Glück auf Nürnberger Seite. Ein erfolgreicher Sideout aus einer schwierigen Spielsituation und anschließend ein verschlagener Ball der Gastgeber und das VfL-Team verwandelte sich in eine Jubeltraube!

Das Nürnberger Trainerteam brauchte im Anschluss noch einige Zeit um den Erfolg zu realisieren. „Heute hatten wir am Ende einmal das nötige Glück, das uns bisher in der Saison verwehrt wurde. Hammelburg hat uns ins Spiel zurückgeholt, nach dem Spielverlauf zu Beginn war es nicht mehr unbedingt zu erwarten, dass wir hier heute das Feld als Sieger verlassen! Spielerisch war es im Vergleich zur letzten Partie ein Rückschritt aber natürlich nehmen wir auch diese Punkte gerne mit!“ zeigt sich Trainer Markus Hartinger nach der Partie erleichtert. Mit nun am Ende 4 Punkten nach der langen Durststrecke ohne Zähler auf der Habenseite hat sich das Team nun wieder die Chance eröffnet, mit einer ordentlichen Rückrunde doch noch den Ligaverbleib zu sichern.

Ein Dank gilt an dieser Stelle nochmal den Gastgebern für die ausgesprochen nette und freundliche Atmosphäre vor, während und nach dem Spiel!

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