Knappe Niederlage im Spitzenspiel

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Mit 2:3 Sätzen musste sich die 2. Frauenmannschaft des VfL am Sonntag im Spitzenspiel der Bayernliga den Gastgebern des TSV Feucht geschlagen geben. Eine Niederlage, die unter dem Strich sogar vermeidbar gewesen wäre, trotzdem die Umstände im Vorfeld nicht im Geringsten darauf hingedeutet hatten. Im Spiel gegen den TV Mömlingen am Samstag (3:0) verletzte sich die derzeit einzige Zuspielerin am Ende des zweiten Satzes am Sprunggelenk, so dass der VfL ohne Spielmacher in das Duell mit den starken Feuchtern ging – eigentlich ein hoffnungsloses Unterfangen! Dass dann alles ein wenig anders kam war einer großartigen kämpferischen Leistung des Teams zu verdanken, das mit aller Macht versuchte, das Unmögliche möglich zu machen.

Von der ersten Minute hellwach dominierte der VfL das Spiel mit starken Aufschlägen und druckvollen Angriffen gegen übernervöse Gastgeber (25:18). Dass Feucht in der Folge mit dem Aufschlag mehr Risiko gehen und unbedingt versuchen musste, über die starke Mitte zum Erfolg zu kommen, war beim Satzwechsel klar. Jedoch konnten die eigenen Strategien auf VfL-Seite diesmal nicht erfolgreich umgesetzt werden, so dass die Höfer-Truppe sich Punkt für Punkt ins Match zurückkämpfte und ihrerseits durch konsequentes Ausspielen der eigenen Stärken die beiden folgenden Durchgänge für sich verbuchen konnte (18:25, 20:25). Doch so einfach wollten die Nürnbergerinnen nicht klein beigeben. Nach kleineren Umstellungen kam der VfL besser in den Block und übte fortan wieder konsequenter Druck auf die Gegenspielerinnen aus so dass ein überzeugender Satzgewinn (25:14) den Ausgleich brachte.

An die eigenen Stärken erinnert und vom großartigen Anhang lautstark unterstützt, startete Hartingers Team auch gut in den Entscheidungssatz. Beim Stande von 3:1 musste jedoch Linda Baier, die zuvor das Nürnberger Blockspiel stabilisiert hatte,  verletzungsbedingt das Feld verlassen. Trotzdem zog der VfL auf 6:1 davon, versäumte es jedoch, den Gastgebern den entscheidenden letzten Hieb zu verpassen. Die kamen zum 6:7 heran, bevor durch starkes Aufschlagspiel wieder ein 11:6 –Vorsprung heraussprang. Trainer Hartinger: „Zu diesem Zeitpunkt habe ich geglaubt, dass wir die Partie nicht mehr hergeben, nachdem wir in den bisherigen Begegnungen am Ende immer das nervenstärkere Team waren!“ Doch auf Feuchter Seite wollte sich noch niemand mit einer Niederlage abfinden und die Mannschaft kämpfte sich zurück ins Spiel! Einige vermeidbare Fehler auf Nürnberger Seite, bedingt durch die ungewöhnlichen Konstellationen in der Aufstellung, ließen die Gastgeber zusammen mit ihrem Mut im Angriff noch mal an sich glauben. Bei den entscheidenden Punkten zeigte der VfL dann doch noch Nerven und unter dem Jubel der heimischen Fans erzielte Feucht den 15. Punkt!

„Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen, im Gegenteil: ich zolle den Mädels höchsten Respekt für diese Leistung, die man natürlich im Gesamtzusammenhang und den damit verbundenen Umständen sehen muss! Ich denke das Spiel, in dem sich zwei Teams auf Augenhöhe einen mitreißenden Schlagabtausch geliefert haben, hatte über weite Strecken sehr gutes Bayernliga-Niveau und hätte vielleicht am ehesten ein Unentschieden verdient gehabt.  Nach dem Spielverlauf war der Ausgang der Partie für uns sicher etwas ärgerlich aber wer bei dem Zwischenstand im Entscheidungssatz noch an sich glaubt, hat es verdient, zu gewinnen.“ bilanziert VfL-Trainer Hartinger den fränkischen Volleyballnachmittag mit hohem Unterhaltungswert.

Am kommenden Wochenende muss der VfL dann wieder zu Hause antreten, wenn der TSV Eibelstadt, der als Mitfavorit in die Saison gestartet ist aber bislang noch nicht so richtig in Schwung gekommen ist, seine Visitenkarte in der Ballspielhalle abgibt (Sonntag, 05.12.2010, 14:00 Uhr). Ob Zuspielerin Lena Hackforth dann wieder im Kader stehen wird steht zum jetzigen Zeitpunkt noch in den Sternen.

 

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