Überraschung perfekt!

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Um 18:02 am Sonntag war die Sensation perfekt: der letzte Ball fiel zum 16:14 im fünften Satz ins Altdorfer Feld und Nürnberger Jubelsturm kannte keine Grenzen! Mit 3:2 besiegte der VfL den Regionalligisten TV Altdorf und beendete damit nach dem 3:1-Erfolg im ersten Spiel gegen den Süd-Zweiten TSV Deggendorf auch die zweite Begegnung des Relegationsturniers zur Regionalliga siegreich. Dies ist gleichbedeutend mit dem Aufstieg in die Regionalliga Südost und kam ziemlich überraschend. Dass man an einem guten Tag mit dem Vertreter der Bayernliga-Süd mithalten würde können war zu erwarten. Doch die eigene personelle Misere sowie die Spiele der letzten Wochen waren nicht gerade dazu angetan, Optimismus zu verbreiten. Aber dass man in dieser Phase gegen den großen Favoriten des Turniers Altdorf eine Chance haben könnte, konnte auf Nürnberger Seite – und vermutlich auch auf des Gegners Seite - niemand so recht glauben…

„Spaß haben und das Ende einer tollen Saison genießen!“ war das Motto, das VfL-Coach Markus Hartinger für die beiden Partien in der heimischen Ballspielhalle ausgegeben hatte. Deggendorf trat dann genauso wie der VfL etwas ersatzgeschwächt an und musste auf zwei wichtige Stützen verzichten. Beim Stand von 8:4 im ersten Satz musste eine weitere Deggendorferin mit einer Sprunggelenksverletzung das Spiel beenden und wurde ins Krankenhaus transportiert. Von dieser Stelle GUTE BESSERUNG! Der VfL bekam das Spiel schnell in den Griff und gewann den ersten Durchgang mit 25:19. Im zweiten Satz lagen die Gastgeber immer leicht hinten, ehe man sich gegen Ende entscheidend absetzen konnte (25:23). Im dritten Durchgang rächte sich die etwas unbekümmerte Spielweise der Nürnbergerinnen. Die Niederbayern machten ihre Punkte unspektakulär aber regelmäßig und effektiv, das Nürnberger Spiel litt unter Annahmeschwächen und zu wenig Aufschlagdruck. Die Folge war der 26:28-Satzverlust. Im vierten Durchgang sah man über die ganze Distanz ein Kopf-an-Kopf-Rennen, das mehr von der Spannung als von großartigen Ballwechseln lebte. Deggendorf brillierte mit seiner starken Defensive und kämpfte um jeden Ball, Nürnberg versuchte mit klaren Aktionen und druckvollem Spiel zu Punkten zu kommen. Am Ende vielleicht auch um den kleinen Tick besser und glücklicher (25:23). Mit dem Sieg erspielte man sich gleichzeitig eine Spielpause, nachdem der Spielplan in der zweiten Tagesbegegnung den Verlierer des ersten Spiels mit dem Regionalligisten zusammenbrachte.

Dabei verlor Altdorf in einem extrem engen Fünf-Satz-Match gegen den Südzweiten mit 2:3.

Die Ausgangslage vor der Partie war klar: der VfL hatte nichts zu verlieren, ein einziger Satzgewinn würde zum zweiten Platz reichen. Altdorf musste unbedingt gewinnen, um sich alle Chancen zu wahren. Der Favorit legte gleich los wie die Feuerwehr. Coach Toni Juric hatte die Zuspieler gewechselt und dem Spiel seines Teams eine etwas andere Ausrichtung gegeben. Er wurde belohnt, den Gästen gelang fast alles, der VfL kam nie wirklich ins Spiel und musste den ersten Satz mit 15:25 abgeben. Einige taktische Umstellungen von Coach Hartinger gaben dem Spiel dann plötzlich eine Wende. Zusätzlich erhöhte der VfL das Aufschlagrisiko und brachte die Altdorfer Annahme ein ums andere Mal ins Schwanken. Das Angriffsspiel der Gäste erlahmte zusehends und Nürnberg errang den ersehnten Satzgewinn (25:15). Altdorf konterte mit wütenden Angriffen und zog das Spiel wieder an sich. Kein Aufbäumen auf Nürnberger Seite, Altdorf stand dicht vor dem Sieg (25:13). Doch so wollten sich die Nürnbergerinnen nicht von ihrem Publikum verabschieden und endeckten zum wiederholten Male in der Saison ihr Kämpferherz. Immer häufiger erlangte der Nürnberger Block Zugriff auf die Altdorfer (Schnell-)Angriffe und kluges Aufschlagspiel war einmal mehr der Schlüssel zum Erfolg. Das 25:21 bedeutete gleichzeitig den Sieg im Relegationsturnier, so dass der Jubel nach dem Satz schon fast ausgelassen war. Altdorf stellte mit einem Blitzstart im Tie-Break schnell die Zeichen auf Sieg (6:3) doch der VfL konterte bis zum Seitenwechsel (8:7). Bei 9:11 und 10:13 nahm Coach Hartinger seine beiden Auszeiten. Altdorf hatte beim Stand von 14:11 Matchbälle aber fortan punktete nur noch der VfL. Egal was der Gegner probierte – der VfL hatte immer die bessere Antwort! Beim 16:14 brachen dann auf beiden Seiten die Dämme: grenzenloser Jubel auf der einen – ebenso große Enttäuschung auf der anderen Seite.

„Ein Sieg des Willens und des Glaubens an die eigene Stärke!“ sollte Trainer Markus Hartinger im Anschluss sagen. „Wir haben in dieser Saison schon viele enge Partien für uns entschieden. Auf diese Momente kannst du als Team in solchen Situationen zurückgreifen, auch wenn man natürlich sagen muss, dass der Druck für die Gegner selbstverständlich ungleich höher war, als für uns!“

Am Ende eines langen Tages hat der VfL nochmal alles in die Waagschale geworfen, was das Team die Saison über ausgezeichnet hat und im entscheidenden Match spielerische Nachteile ausgeglichen. Sehr zur Freude der zahlreichen Fans…

Der Dank der Mannschaft nach solch einem „Finale furioso“ gilt natürlich allen Fans, Helfern, Freunden, den anderen VfL-Teams und den Verantwortlichen der Abteilungsleitung und des Hauptvereins, die uns die gesamte Saison über unterstützt und dieses sensationelle Abschneiden überhaupt erst ermöglich haben.

Ergebnisseite des bvv

 

 

Kommentare

Super Saison!

Möchte auch gern von meiner Seite die Damen2 zum Aufstieg in die Regionalliga und auch nänürlich die Damen4 in die Bezirksliga herzlich gratulieren!!!

Danke Max für die

Danke Max für die Glückwünsche!!!!

 

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